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2011/4 - Antje Rösener

Intensiv leben

Intensiv leben
Der Sommer ist fast vorbei, aber noch zehre ich davon.

Morgens ausgiebig frühstücken, mit Freunden bis in die Nacht hinein quatschen, mit den Kindern Karten spielen oder blödeln, die Glühwürmchen funkeln sehen ...!

Das verbinde ich mit Sommer. Barfusslaufen natürlich auch, oder in der Hängematte zu liegen, mir rosa Wolken in den Himmel zu träumen oder für Stunden in dunkle Krimiwelten zu entfliehen, um erst dann wieder aufzutauchen, wenn der Mörder gefasst ist.

Seit vielen, vielen Jahren habe ich einen Lieblings-Sommer-Bibeltext. Da ist natürlich vom Himmel die Rede, wen wundert das?

„Sorgt nicht um Euer Leben, was ihr essen und trinken werdet (…) Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid Ihr denn nicht viel mehr als sie?“

Worte, die Jesus zu seinen Freundinnen und Freunden gesagt haben soll. Mir gefällt vor allem der letzte Satz: „Seid Ihr denn nicht viel mehr als sie?“.

Ja, das habe ich in den vergangenen Wochen wieder erlebt: Dass ich „mehr“ bin.

Dass es Spass macht zu blödeln, zu träumen oder auch mal wieder einen „echten“ Brief zu schreiben. In diesem Jahr habe ich sogar ganz gemütlich meinen Schreibtisch aufgeräumt, bei toller Musik und einem leckeren Milchkaffee – während es draußen in Strömen regnete.

Es geht gar nicht darum, völlig exotische Dinge zu tun. Nicht mal darum, weit zu reisen oder Unmengen Geld auszugeben.

Entscheidend ist, das zu genießen, was vor meinen Augen ist.

Das „Mehr“ herauszukitzeln aus dem, was manch einer auch alltäglich nennen könnte.

Eine Kunst ist das, eine Lebenskunst.

Hinschauen und gestalten, genießen und danken.

So wird aus wenigem viel.

So wird das Leben intensiv.

Dann braucht man Herbst und Winter nicht zu fürchten.
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