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von Domi JKrohn (Veröffentlicht am 26.09.2025)
Bibel mal anders lesen
Es gibt diese eine Sache, für die du alles andere aufgeben würdest. Vielleicht ist es ein Mensch, ein Beruf, ein Zukunftstraum oder eine Leidenschaft. Vielleicht würde man es, wenn man gefragt wird, gar nicht als das wichtigste im Leben bezeichnen. Aber in seinen Entscheidungen zeigt sich, dass man die anderen Dinge dafür opfern würde. Jordan Peterson nennt diese Sache „Gott“. In seinem Buch „We who wrestle with god“ schreibt er über unsere persönlichen Götter und über den einen absoluten Gott, mit dem die ganze Menschheit seit Beginn der Zeit am ringen ist.
Jordan Peterson ist eine extrem spannende Person, weltweit bekannt und höchst gebildet. Sein Ansatz, die Bibel durch die Brille der Psychologie (was sein Fachgebiet ist) zu lesen, ist faszinierend und hat mir als Christ, der die Bibel sein ganzes Leben schon liest und ausgelegt bekommt, überrascht. In den guten Kindergottesdienstgeschichten von Adam&Eva, Kain&Abel, Noah, Babel, Abraham, Mose und Jona weist Peterson auf Aussagen im Text hin, die ich so noch nie gehört habe. Bei allem geht es immer wieder um generelles Verhalten von Menschen. Und es geht um die Aufforderung der Bibel, dem maximal Wahren und Lebensspendenem, also Gott, sein „Jetzt“ zu opfern.
Die erste Hälfte des 500 Seiten Buchs hatte mich sehr abgeholt. Ich hatte auf jeden Fall auch dort schon kritische Punkte. Seine Bibelauslegung wirkt oft willkürlich. Er benutzt die Bibel auf die selbe Art wie er auch die Geschichten von König der Löwen, Pinnochio, Terminator oder babylonische Mythen verwendet. Als Bibelschüler würde ich ihm unterstellen, seine Themen in die Geschichten der Bibel hinein zu lesen und nicht nach der beabsichtigten Aussage der Texte zu fragen. Aber die zweite Hälfte hatte mich dann zusätzlich an Stellen gelangweilt. Nachdem man seine Art mit den Geschichten umzugehen, kennengelernt hat, lässt die Begeisterung nach.
Es lohnt sich auf jeden Fall, in das komplexe Gehirns Jordan Petersons reinzulesen. Aber der Hype, der um das Buch gemacht wird (sowohl mit dem Vorwurf häretisch zu sein als auch genial) finde ich übertrieben.
Mehr Rezensionen auf Instagram @domi_jkrohn -
von Katharina (Veröffentlicht am 03.05.2025)
Eine Reise in die grundlegende Psyche der Menschheit
Ich durfte dieses Buch als Rezensionsexemplar lesen und muss wirklich sagen, dass es wahrscheinlich eine ganze Lebenslektüre ist.
Vorab: dies ist kein Buch, das man mal eben liest.
Allein schon das Vorwort nimmt einen mit in die grundlegensten Usprünge der menschlichen Handlung und Denkweise und genauso geht es weiter.
Anhand von Charackteren aus der Bibel analysiert Peterson unsere Psyche und den Grund unseres Strebens und Seins.
Seine Ausführungen sind tiefgreifend und Er untermalt seine Thesen mit vielen Beispielen, so dass man zu jeder These einen Zugang findet.
Und diese Thesen sind der Wahnsinn, man erkennt ein völlig neues Verständnis von Adam und anderen, ihr Daseinszweck bekommt einen faszinierenden neuen Aspekt und man erkennt seine eigene grundlegende Motivation des Lebens auf eine ganz neue Art wieder.
Das Peterson Psychologe ist , fließt in diese Ausführungen ein und gibt dem ganzen eine Tiefe, die einen zwangsweise zur ureigenen Energie Gottes zurückführt.
Dieses Buch ist unglaublich faszinierend und ich bin sehr gespannt, was ich darin noch lesen werde. -
von Birgit E. (Veröffentlicht am 02.05.2025)
Interessante christliche Themen schwierig verpackt
Leider wurden meine Erwartungen und Vorstellungen an dieses Buch enttäuscht. Erwartet hatte ich ein philosophisch-psychologisches, gut zu lesendes Buch, jedoch ist es diesen Vorstellungen nicht gerecht geworden.
Es ist in der Tat eine philosophisch-psychologische Abhandlung über die Urgeschichte der Bibel angefangen bei Adam und Eva, Kain und Abel, Noah, Abraham, Mose und Jona. Auch der Turmbau zu Babel wird beleuchtet in diesem Kontext. Eigentlich Interessante Themen. Es gab einige Aha-Momente für mich wie z. B. den Zusammenhang zwischen der Sünde einerseits und Ehe und Sexueller Kontext andererseits: wie Satan diese intimste Beziehung zwischen Mann und Frau kopiert und pervertiert sowie verdreht, war für mich so ein Aha-Moment von ein paar anderen.
Leider habe ich jedoch von den Aussagen Jordan Petersons höchstens knapp die Hälfte verstanden, da mir sich viele seiner Gedankengänge nicht sofort bzw. kaum erschlossen. Ich hatte sehr oft Schwierigkeiten den Ausführungen des Autors zu folgen oder gar zu verstehen, was er mir sagen möchte.
Die Sätze sowie Worte und Begriffe, die Jordan Peterson verwendet, waren für mich häufig schwer bis gar nicht verständlich. Auch merkte ich, dass ich jeden Kapitelabschnitt am Stück lesen musste, um den Zusammenhang des Abschnittes nicht zu verlieren.
Ich kann mir vorstellen, dass „Gott, das Ringen mit einem, der über allem steht“ ein Buch für an tiefgreifenden, fundierten und ausführlichen philosophischen Gedanken interessierte Menschen ein Lesevergnügen sein kann. Leider ist es für eine Alltagslaiin in solchen theologisch-philosophischen Themen, wie ich es bin, ein etwas unverständliches, sehr schwer zu lesendes Buch, das interessante Themen und Gedankenanstöße bereithält, die sich mir schwer erschlossen.
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von jesus.and_books (Veröffentlicht am 22.04.2025)
Empfehlung für Leute, die gerne gehoben geschriebene Bücher lesen
Das Buch "Gott - Das Ringen mit einem, der über allem steht" von Jordan B. Peterson war sehr spannend. In diesem Buch geht er auf einzelne Personen aus dem Alten Testament ein, z.B. Adam, Noah, Moses usw. Anhand dieser Personen zeigt er auf, dass alle in gewisser Weise mit Gott gerungen haben und auch Dinge getan haben, die nicht dem Willen Gottes entsprachen. Auch heute noch können wir viel von diesen Menschen mitnehmen und in unser heutiges Leben übertragen. Es war spannend zu lesen, wie die einzelnen Personen mit Gott unterwegs waren.
Die Sprache des Buches ist überwiegend gehoben und hat teilweise sehr lange Sätze. Das erschwerte mir das Lesen und verlangte mir mehr Denkarbeit ab. Aber trotz dieser Hürde habe ich das Buch gerne gelesen und genossen.
Eine Empfehlung für alle, die gerne Bücher in gehobener Sprache lesen und die Personen des Alten Testaments einmal in einem anderen Licht sehen möchten. -
von Annislesewelt (Veröffentlicht am 26.03.2025)
das Buch blieb mir zum Teil veschlossen
Dieses Buch von Jordan B. Peterson war keine leichte Kost und irgendwie hatte ich mehr erwartet, als ich am Ende bekommen habe.
Gespannt bin ich in das Buch gestartet und habe auch eine Menge guter Gedankengänge daraus entnehmen können, doch für mein Gefühl kam der Autor nicht zum Punkt. Die vielen Gedanken, die aufgeworfen wurden, blieben so stehen und wurden nicht zu einer Antwort, zu einer Wahrheit zusammengeführt. Da macht der Buchtitel auch Sinn, denn dieses Buch ist das Ringen eines Mannes nach dem tiefen Sinn und kann evtl. dazu führen, dass man selbst auch ins Grübeln kommt.
Mir persönlich war es allerdings zu langatmig und ich habe oft den Faden verloren, das kann aber auch der Grund sein, warum ich vieles nicht verstanden habe und mir dadurch das Buch zum Teil verschlossen blieb.
Trotzdem ist das Buch nicht eintönig geschrieben, sondern beinhaltet viele Bilder aus Bibel, Geschichte, Gesellschaft, Kultur, Psychologie und Kunst in allen Varianten.
Dabei versucht er Gott zu erfassen, ihn uns zu zeigen und dazu anzuregen, sich mit ihm zu beschäftigen, um dadurch unsere Ziele festzustecken.
Alles in allem ist dieses Buch eine herausfordernde Lektüre, die Zeit braucht und bei der man für abschließende Antworten zusätzlich die Bibel zur Hand nehmen sollte.
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