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Bewertungen
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von Detlev (Veröffentlicht am 24.03.2024)
Tolle, ehrliche Biographie zu ihrer Trennung und den Umgang in ihrem christlichen Glaubensumfeld und -vorstellungen
Christine berichtet ehrlich und ungeschminkt über den Zerbruch ihrer Ehe und all die Fragen, Ängste und Nöte, die das aufgeworfen hat geprägt aus ihrem Glaubens-Umfeld und auch stark verwoben mit ihrem eigenen biblischen Glaubensverständnis. Sie erzählt, wie sie sich dann doch lösen konnte und was das verändert hat, vor allem wie das ihr Vorstellung von Gott und ihre Art Gott zu begegnen verändert hat.
Ich habe mich an vielen Situationen selber wiedererkannt und merke wie ich da teilweise mittendrin bin in ihrer Erzählung.
Sie reflektiert dann auch im Buch nochmal ihr Bibelverständnis zu diesem Thema, was sehr hilfreich sein kann.
Christine hat auch andere Menschen dazu interviewt und berichtet auch von anderen in ähnlichen Situationen.
Mir hat dieser offene, ungeschminkte Blick auf diese Situation in ihrem Leben sehr geholfen, mich selber gespiegelt zu sehen, was einem in so einer Situation im direkten Umfeld oft fehlt und auch ihre neuen Wege wie es danach weitergehen kann im Leben und Glauben.
Auch lesenswert für Menschen, die nicht selbst betroffen sind, aber gerne wissen wollen, was geht den in so Menschen vor und wie kann ich vielleicht helfen oder für sie da sein.
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von Nelli Bangert (Veröffentlicht am 21.03.2024)
Verbunden leben
Das Buch „Von dem Versuch mich selbst zu zähmen, und dem Mut, es sein zu lassen“, mit dem wie ich finde total wundervollem Cover, hat mich echt berührt. Die Autorin Christine Poppe schreibt darüber, wie sie als Christin in einem konservativen Gemeinde-Kontext nach vielfältigen Rettungs-Versuchen ihrer Ehe, den Weg der Scheidung von ihrem damaligen Ehemann ist und was sie für Verletzungen auf diesem Weg erlebt hat, aber auch, wie sie dieser Weg in eine ganz neue Freiheit geführt hat.
Dabei ist das Buch nicht ausschließlich biografisch – vielmehr bekommt auch all ihr Ringen und Suchen nach Antworten einen großen Platz ihres Buches. Sie nimmt ihre Leser gedanklich mit auf den Weg, inwiefern eine Scheidung manchmal dann doch vielleicht der bessere Weg ist und wie sie das auch mit dem Blick in die Bibel und der Psychologie vertreten kann. Dieses von ihr erlebte Scheitern einer Ehe lässt sie sowohl ihr Gottesbild, als auch ihr Ehe-Bild, als auch ihr Frauen-Bild grundlegend in Frage stellen. Sie erkennt, dass sie lange versucht hat, all diesen Bildern, die ihr gepredigt worden sind, zu entsprechen, aber kommt doch zum Schluss, dass all das nicht ihr entspricht.
Sie erkennt für sich persönlich eine ganz neue Freiheit in all diesen Bereichen und bricht auf zu neuen Ufern: dabei erlebt sie, wie immer mehr Freude und Frieden zurückkehren. Berührt hat mich sehr ihre Geschichte der Herzens-Heilung und wie sie heute Beziehung und Freundschaft erlebt und wie ihr Leben so viel mehr ihrem Herzen entspricht. Ich finde, dass Christine Poppe ein echt starkes Buch gelungen ist. Es macht Mut, auch nach dem Scheitern weiterzugehen und weiterzuwachsen.
Ich feiere Christine Poppes Mut, ihre Geschichte zu erzählen. Auch, wenn ich persönlich eine andere Lesart der Bibel habe und dementsprechend an verschiedenen Stellen zu anderen Schlüssen komme, würde ich ihr Buch weiterempfehlen als Inspiration dafür, wie Gott sich Menschen in so herausfordernden Zeiten des Scheiterns in den Weg stellt und mit ihnen weitergeht. Er ist ein Gott der Chancen – immer wieder neu! Danke für diese Erinnerung, liebe Christine!
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