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von Hopeandlive (Veröffentlicht am 16.01.2026)
Hoffnung verbunden mit Glauben
Wir befinden uns in Kanada im Jahr 1930. Die junge Beth Thatcher kehrt nach einem einjährigen Aufenthalt im Westen Kanadas wieder in den Osten zu ihrer Familie zurück. Dieses Jahr, in dem sie als Lehrerin in einem Bergarbeiterort arbeitete, hat ihren Blick auf das Leben in sehr vielfältiger Weise verändert. Sehr wohlhabend und privilegiert aufgewachsen erlebte sie mit, wie andere Menschen um ihren Lebensunterhalt und das schlichte Überleben kämpften. Doch nicht nur dieses ganz andere Leben, auch die Begegnung mit dem Monty Jarrick Thornton verändert Beth. In diesem zweiten Band kann der Leser bereits zu Beginn der Lektüre ahnen, dass sich zwischen den beiden jungen Menschen eine ernsthafte Liebesbeziehung anbahnt und Janette Oke versteht es vortrefflich, die damalige Gesellschaftssituation gerade für junge Frauen in einer der damaligen Zeit angemessenen, feinen und auch tiefgehenden Sprache einzufangen.
Nachdem Beth in ihrem Zuhause angekommen ist, eröffnet ihr ihre Familie eine große Überraschung. Sie gehen alle zusammen auf eine Kreuzfahrt entlang der Ostküste Kanadas und Amerikas, d.h. ihre Mutter, ihre große Schwester Margret mit ihrem kleinen Sohn und Julie, der junge und kreativ begabte Wildfang. Der Vater muss derzeit geschäftlich nach Südamerika. Um den Anstand zu wahren, sehr wichtig in dieser Zeit und sehr schade, dass heute sehr viel davon abhanden gekommen ist, hat er einen älteren Freund damit beauftragt, die Damen zu begleiten. Eine Freundin von Beth Mutter mit ihrer Tochter Viktoria schließen sich der Reisegruppe an.
Nun darf der Leser an dieser gemächlichen Kreuzfahrt teilnehmen, die sich in keinster Weise langweilig gestaltet. Für Beth ist es von Anfang an nicht leicht, noch nicht wieder richtig zuhause angekommen, gleich wieder auf eine Reise zu gehen und allen Erwartungen der Familienmitglieder gerecht zu werden. Ganz besonders schwierig gestaltet sich das Verhältnis zu ihrer Mutter, ebenso den Kontakt mit Jarrick zu halten und sich darüber klar zu werden, was Gottes Wille für ihr weiteres Leben ist, denn Beth hofft eine feste Anstellung in der Schule im Westen Kanadas zu bekommen. Auf eine sehr ruhige und tiefgehende Art nimmt uns Janette Oke mit in Glaubensfragen des Lebens, die jeder Mensch kennt und es ist so wunderschön zu lesen, wie sich die Charaktere entwickeln.
Ebenso versteht sie alle Protagonisten so lebendig zu schildern, dass ich mich oft selbst wie ein Passagier auf dem Schiff gefühlt habe. Junge Frauen wuchsen damals unter strengen gesellschaftlichen Normen und Vorstellungen auf, sehr behütet und oft nicht in der Lage, die Menschen "draußen" wirklich einzuschätzen. Das können wir gut bei Julie miterleben, Beth jüngere Schwester und ein wahrer Wildfang. Ihre Unbekümmertheit und ihr Ungestüm lässt sie Freundschaften auf dem Schiff knüpfen, die eine sehr gefährliche Wendung nehmen und Beth und ihre Familie in tiefe Verzweiflung stürzen, denn Julie wird entführt und Beth fühlt sich für dieses Desaster verantwortlich....
Mir hat dieser zweite Band von Janette, den man auch gut unabhängig lesen kann, mit seiner feinen Sprache und seinem christlichen Tiefgang wirklich sehr gut gefallen und ich werde garantiert auch den ersten Band noch lesen. Vergebung und Versöhnung sind nicht nur leere Worte sondern werden mit Inhalt gefüllt
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