Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder

(Buch - Paperback)

Drei Freunde. Zwei gebrochene Versprechen. Ein verschwundenes Manuskript.

Als Lektorin brennt Ingrid Erikson für Bücher, talentierte Autoren und gute Geschichten. Doch seitdem ihre beste Freundin Cece überraschend gestorben ist, kann sie nicht mehr lesen. Keine gute Voraussetzung für ihren Beruf! Zumal ihre neue Programmleiterin ihr das Leben ohnehin zur Hölle macht.
Als überraschend Ceces Cousin Joel im Verlag auftaucht und sie bittet, mit ihm nach Hause zurückzukehren, um Ceces letzten Wunsch zu erfüllen, ist Ingrid hin- und hergerissen. Einerseits sieht sie endlich einen Lichtstreifen am Horizont: Ihre beste Freundin war zugleich ihre Topautorin, und falls sie ihr spurlos verschwundenes letztes Manuskript fände, könnte Ingrid ihre Karriere womöglich doch noch retten. Andererseits würde sie alles lieber tun, als Zeit mit Joel zu verbringen – dem Mann, der der Grund dafür ist, dass sie nicht an Happy Ends im wahren Leben glaubt ...

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Details

    • Erscheinungstermin:
      09.09.2024
    • Verlag:
    • Artikel-Nr.:
      332409000
    • ISBN:
      9783963624094
    • Originaltitel:
      The Words We Lost
    • Sachgebiet:
      Erzählungen/Romane
    • Seitenzahl:
      432 S.
    • Maße:
      13,5 x 20,5 x 3 cm
    • Gewicht:
      492g
  • Dieses Produkt ist preisgebunden:
    Ja
  • Beteiligte Personen:
  • Download-Material:
  • Angaben zum Hersteller nach GPSR:
    Francke-Buch GmbH
    Abt. Verlag
    Am Schwanhof 19
    35037 Marburg
    DEUTSCHLAND

Bewertungen

  • 5/5 Sterne

    ein bewegender Roman, den man nicht so schnell vergisst

    „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ ist ein bewegender Roman über Freundschaft, Verlust und die Kraft der Vergebung.

    Die Geschichte folgt Ingrid Erikson, einer Lektorin, die nach dem plötzlichen Tod ihrer besten Freundin Cece den Zugang zur Literatur verliert. Als Ceces Cousin Joel auftaucht und sie bittet, mit ihm nach Hause zurückzukehren, um Ceces letzten Wunsch zu erfüllen, sieht Ingrid die Chance, ein verschwundenes Manuskript zu finden und ihre Karriere zu retten. Doch die gemeinsame Reise mit Joel konfrontiert sie mit ihrer Vergangenheit und den gebrochenen Versprechen ihrer Freundschaft.

    Der Roman zeichnet sich durch eine tiefgründige Erzählweise aus, die auf zwei Zeitebenen spielt. Man erlebt als Leser die Entwicklung der Freundschaft zwischen Ingrid, Cece und Joel von ihrer Jugend bis in die Gegenwart. Diese Struktur verleiht der Geschichte eine besondere Tiefe und ermöglicht es, die Charaktere in ihrer Komplexität zu verstehen.

    Besonders hervorzuheben ist hier die emotionale Intensität des Romans. Der Autorin gelingt es, Themen wie Trauer, Schuld und Vergebung authentisch und einfühlsam darzustellen. Darüberhinaus sind die Charaktere vielschichtig und ihre Entwicklungen nachvollziehbar. Mir hat insbesondere die Darstellung der inneren Konflikte und der Heilungsprozesse gefallen.

    Das Buch ist zu Beginn etwas weniger fesselnd und man braucht ein wenig, um in die Geschichte hineinzufinden. Dennoch hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Die Themen sind sehr interessant und vielfältig, allerdings könnten Leser:innen, die detaillierte Einblicke in das Verlagswesen erwarten, etwas enttäuscht sein.

    Die Geschichte hat mich sowohl berührt als auch zum Nachdenken angeregt. Beeindruckend waren vor allem die emotionale Tiefe und die ergreifende Handlung. Ich empfehle das Buch sehr gern weiter!
  • 5/5 Sterne

    Plädoyer für eine zweite Chance

    Dieser Titel hat mich sofort angesprochen, klingt er für mich wie ein rührendes Versprechen. Verbunden mit dem Begriff „zwischen den Zeilen lesen“ hat dieser Roman der amerikanischen Autorin Nicole Deese mich nicht nur von der ersten Zeile an in seinen Bann gezogen, sondern mich auch tief eintauchen lassen in die Lebensgeschichte von drei jungen Menschen, deren Lebenswege nicht so verliefen, wie sie sie es sich ausgemalt hatten.
    Hinzu kommt, dass in diesem Roman die Liebe zu Büchern eine wichtige Rolle spielt und mir ganz neue Einblicke und Perspektiven vermittelt, über die ich mich sehr gefreut habe.

    Ingrid und Cece verbindet seit Kindertagen eine feste Freundschaft, zu der sich im Laufe der Zeit auch ein Cousin von Cece einfindet: Joel. Dass sich zwischen Joel und Ingrid eine besondere Beziehung entwickelt und beide ein Paar werden, ändert nichts an der tiefen Freundschaft zwischen Ingrid und Cece, einer talentierten Geschichtenerfinderin und -erzählerin. Ingrid, Lektorin in einem eher kleineren Verlagshaus, gelingt es, ein erstes Manuskript ihrer Freundin an den Vorgesetzten weiterzuvermitteln, wodurch es dem Verlag gelingt, eine sehr erfolgreiche Romanserie auf den Markt zu bringen. Doch durch den tragischen Tod von Cece bleibt nicht nur das Manuskript für den letzten Band der Serie, in dem alle noch offenen Fragen geklärt werden, verschollen. Er hinterlässt auch tiefe Spuren bei Ingrid mit der Folge, dass sie keinen Bezug mehr zu Büchern hat mit gravierenden Auswirkungen auf ihre berufliche Tätigkeit. Und in diese tiefe Trauer und innere Zerrissenheit erfährt Ingrid ausgerechnet durch Joel, von dem sie sich bereits lange vor Ceces Tod schmerzhaft getrennt hat, dass es einen letzten Brief mit einer Aufgabe von Cece gibt, deren Erledigung ausschließlich durch Ingrid und Joel erfolgen kann.
    Diese auf wenigen Seiten sehr einfühlsam geschilderte Ausgangssituation für die nachfolgenden Entwicklungen, Ereignisse und Erkenntnisse gibt großzügigen Raum für die Themen Trauerbewältigung, Aussöhnen mit der Vergangenheit, Vergebung und auch die Rückkehr von Liebe und Vertrauen. Dass dabei aber auch der Glaube und das Vertrauen in Gottes Beistand und große Vaterliebe gerade von Ingrid und Joel zwar in sehr leichter und verständlicher Form, aber doch auch direkt und in überzeugender Form eingearbeitet wird und eine wichtige und bedeutende Rolle spielt, zeichnet diesen Roman ganz besonders aus.

    Es war tatsächlich der erste Roman, in dem ich zuerst das Nachwort mit sehr persönlichen Ausführungen der Autorin gelesen habe. Kann dafür keinen Grund nennen, aber nachdem ich in das Romangeschehen eingestiegen war, bekam ich wahrscheinlich einen ganz anderen Zugang zu der Geschichte. Hat mich die Romanhandlung bereits tief berührt und angesprochen, so gilt dies in gleichem Maße für das persönliche Nachwort der Autorin.
  • 5/5 Sterne

    Eine Geschichte um Freundschaft, Trauer und eine zweite Chance

    Nicole Deese hat mit ihrem Buch „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ eine spannende und sehr berührende Geschichte über die Höhen und Tiefen einer Freundschaft erzählt.
    Der Leser lernt auf seiner Reise durch das Buch Cece, Ingrid und Joel kennen, die sich als Jugendliche kennengelernt und eine tiefe Freundschaft zueinander entwickelt haben. Dann kommt das Leben dazwischen: Enttäuschung, Tod und Trauer lassen Lebensträume platzen.
    Genial finde ich die Idee, die Geschichte auf zwei Zeitebenen zu erzählen, wobei die eine Zeitebene als Geschichte in der Geschichte erzählt wird. Als Leser darf man die Protagonisten nicht nur kennenlernen, sondern man ist sehr schnell dabei mit ihnen zu denken und zu fühlen.
    Das Buch ist wunderschön geschrieben und die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Gegen Ende des Buches kann man es kaum mehr aus der Hand legen und ist einerseits erleichtert am Ende angekommen zu sein, anderseits traurig, dass man die liebgewonnenen Protagonisten nun ziehen lassen muss.
    Die Geschichte um Ingrid, Cece und Joel zeigt sehr schön auf, dass es sich lohnt zweite Chancen zu ergreifen, dass Vergebung notwendig ist und dass Trauer zum Leben gehört.
    Das Buch hat mich absolut begeistert und das Nachwort der Autorin sehr berührt.
  • 5/5 Sterne

    Wunderschöne und sehr bewegende Geschichte

    „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ von Nicole Deese war für mich ein absolutes Jahreshighlight. Das Buch ist im Francke Verlag erschienen und umfasst 431 Seiten.
    Nicole Deese erzählt auf zwei Zeitebenen von der Freundschaft zwischen Ingrid, Cece und Joel. Sie erzählt davon, wie gebrochene Herzen langsam heilen können.
    Die Geschichte beginnt damit, dass Ingrid um ihren Job zu behalten, das verschollene Manuskript ihrer verstorbenen Freundin finden muss. Dafür muss sie ausgerechnet in die Stadt zurückkehren, die sie vor Jahren endgültig verlies. Auf der Suche nach dem verschollenen Manuskript muss sie sich auch mit Ceces Cousin Joel arrangieren, was ihr nach allem was vor ihrem Fortgang passiert nicht leichtfällt.
    Der Schreibstil ist wunderschön, fließend und unglaublich berührend. Die Charaktere sind vielschichtig beschrieben und man fühlt sich ihnen während des Lesens sehr nah, sodass man am Ende meinen könnte, dass man sie persönlich kenne.
    Der Glauben ist eher im Hintergrund gewesen, war aber doch immer dabei. Es gab einige kurze Gespräche über Gott, aber viel mehr hat man gemerkt, wie der Glauben den Protagonisten Frieden schenken konnte.
    Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der eine berührende Geschichte über Freundschaft, zweite Chancen und Trauer(-bewältigung) lesen möchte.
  • 5/5 Sterne

    Ein paar Tränen verdrückt: dieser Roman ist herzergreifend, spannend und tiefgehend zugleich!

    Nach dem ersten Kapitel von „Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder“ von Nicole Deese, dachte ich zuerst, ich muss das Buch wieder weglegen, da es mich so gar nicht abgeholt hat. Ich habe dann aber trotzdem weiter gelesen und es hat mich wirklich überrascht!

    Ich konnte mich so gut hineinversetzen in die Geschichte und durfte die Emotionen bzw. Gefühle so richtig nachempfinden und intensiv mit den Hauptfiguren Ingrid und Joel mitfühlen.

    In dem Buch geht es hauptsächlich um drei Personen: Cece, eine junge Frau und Autorin, die viel zu früh sterben musste. Und dann gibt es da noch Joel, ihren Cousin und Ingrid, die das Dreiergespann vollendet. Gemeinsam haben die drei über Jahre hinweg viele Abendteuer erlebt. Aber das, worum es in diesem Buch wirklich geht, ist viel dramatischer und spannender, denn als Cece nach einer OP stirbt, hinterlässt sie Joel und Ingrid ein wertvolles Erbe, dass die Beiden wieder näher zusammenbringen soll. Gemeinsam begeben sich Joel und Ingrid auf eine emotionale Reise in ihre Vergangenheit und machen spannende Entdeckungen.

    Ein herzergreifender Roman über die Liebe, Heimat und Trauer, für den die Autorin Nicole Deese unglaublich einfühlsame und gefühlvolle Worte findet. Ein Buch bei dem man auch mal ein paar Tränen verdrückt, weil es einfach so gut und herzzerreißend ist. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen, auch wenn die ersten Seiten meiner Meinung nach nicht die spannendsten waren. Der Rest des Buches ist dafür umso besser!
  • 5/5 Sterne

    Gefühlvoll, behutsam und traurig schön!

    Nicole Deese ist ein sehr guter Roman gelungen, der sanft, gefühlvoll, tiefgründig und zugleich hoffnungsvoll und wunderschön ist. Einfach traurig schön.

    Lange habe ich für die Lektüre gebraucht und mich zu Beginn schwer getan. Von all der Trauer und dem Leid zu lesen, das die Protagonisten durchleben müssen, hat mich tief bewegt und mir manche Träne beschert. Gott sei Dank musste ich diese Art von Trauer noch nicht selbst erleben, aber ich konnte trotzdem mit den Figuren mitfühlen.

    Behutsam und unaufgeregt führt Deese den Leser durch ihre Geschichte, thematisiert dabei den Umgang mit Trauer und Verlust auf vielfältige Weise und bringt ihre Protagonistin Ingrid langsam auf den Weg zu innerer Heilung. Deeses Roman ist gehaltvoll, emotional und mit einem melancholischen Unterton, aber er zeigt auch, dass es Hoffnung gibt, dass Gott uns aus dem tiefen Tal der Trauer herausführen kann und dass ER uns nie allein lässt:

    "Keine Träne wird unbemerkt geweint und keine Dunkelheit ist so finster, dass das Licht sie nicht überwinden könnte." (S. 179)

    Die Autorin nutzt wunderbare Bilder, um diese Wahrheit zu veranschaulichen. Ihre Sprache ist poetisch, und dennoch leicht. Neben all der Schwere des Themas gibt es auch humorvolle Szenen und skurrile Nebenfiguren, die einem ans Herz wachsen.

    Das Spiel mit Perspektiven und Zeitformen macht den Roman interessant und abwechslungsreich. Und das Einbetten in den Literaturbetrieb und die Manuskriptsuche geben der Handlung einen schönen Rahmen und sorgen für eine leichte Spannung und Erwartungshaltung beim Lesen. Das Motiv der Schnitzeljagd taucht dabei immer wieder in unterschiedlicher Ausprägung auf und am Ende gibt es nicht nur einen Schatz für Ingrid. Und auch der Leser geht nicht leer aus, denn sowohl der Verlauf der Geschichte, als auch die Erkenntnis von Gottes Gegenwart in jeder noch so schrecklichen Lebensphase sind wertvolle Schätze.

    Begebt euch auf Schatzsuche und lest diesen Roman!
  • 5/5 Sterne

    Unbedingt lesen!

    "Was für ein Buch.... im allerpositivsten Sinn!!!"

    Und so ist es immer noch!

    Es geht um Trauer, Worte - auch die unausgesprochenen, Aufarbeitung der Vergangenheit, Vergebung und Freundschaft.
    Die Geschichte von Cece, Ingrid und Joel hat mich sehr berührt und ich habe so manche Träne vergossen und viel über das Buch und dessen Themen nachgedacht.
    Ich kann euch dieses Buch nur ans Herz legen...
  • 5/5 Sterne

    Worte

    In diesem Buch geht es um Worte und um Trauer. Worte, die nicht ausgesprochen werden. Worte, die klären. Worte, die verwirren. Trauer, die sich verändert, aber nie ganz verschwindet. „Trauer nimmt immer neue Formen an, wandelt sich genauso stark wie die Menschen, die sie durchlaufen, Augenblick für Augenblick, Schritt für Schritt, Tag für Tag.“

    Zu Beginn der Geschichte ist Ingrid sechzehn Jahre alt. Sie lebt allein mit ihrem Vater auf einem Hausboot. Nach einer nie endenden Reise von Hafen zu Hafen freut sie sich, endlich einen festen Wohnsitz zu haben. An ihrem neuen Wohnort findet Ingrid zwei besondere Freunde: Cece, die mit ihrer Mutter im Hotel ihres Onkels lebt, und deren Cousin Joel.

    Cece liebt es, Piratengeschichten zu schreiben. Jahre später arbeitet Ingrid als Lektorin in einem Verlag und kann Ceces Geschichten veröffentlichen. Die Serie wird ein großer Erfolg. Doch dann kommt der Anruf: Cece ist gestorben. Für Ingrid bricht eine Welt zusammen. Neben aller Trauer kann sie nun nicht mehr lesen und verliert damit ihre liebste Beschäftigung, und vor allem die Grundlage ihrer Arbeit als Lektorin.

    Auf der Suche nach Ceces letztem Manuskript muss Ingrid in ihre alte Heimat zurückkehren. Obwohl sie nicht zurück zum Ort ihres Schmerzes will, bleibt ihr keine Wahl, da sie ohne das Manuskript ihren Job verliert. Die unerwünschte Reise entwickelt sich jedoch ganz anders als erwartet.

    Dieses berührende Buch beleuchtet den Umgang mit Trauer. Die Charaktere, die dem Leser schnell ans Herz wachsen, gehen jeweils anders mit ihrem Schmerz und den dazugehörigen Schuldgefühlen um. Immer wieder wird dezent auf Gottes tröstende Rolle beim Umgang mit Trauer hingewiesen. Er ist ein Gott, dem unsere Tränen nicht gleichgültig sind. So lernt Ingrid zum Beispiel: „Dein Vater hat dir mit diesem Ring etwas ganz Besonderes geschenkt, Ingrid. Es ist eine Erinnerung daran, dass keine Träne unbemerkt bleibt und keine Dunkelheit so finster ist, dass das Licht sie nicht überwinden könnte.“

    Dieses spannende Buch gleicht einer Schatzsuche. Zusammen mit Ingrid und Joel entdeckt der Leser die wahre Geschichte einer tiefen Freundschaft. Einmal angefangen, fällt es schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Und passend zum Thema, folgt nach dem Lesen eine Zeit der Trauer, denn liebgewonnene Charaktere müssen auf den Buchseiten zurückgelassen werden.

    Fazit: Ein gelungener Roman, der spannend, tiefgründig und berührend ist. Eine junge Frau stellt sich den traurigen Ereignissen ihrer Vergangenheit und erfährt nach und nach Heilung. Sehr empfehlenswert!
  • 5/5 Sterne

    Freundschaft, Verlust und Trauer

    In diesem Roman gewährt Nicole Deese den Lesern einen Einblick in das Arbeits- und Privatleben einer Lektorin. Die Handlung hat mir ausgesprochen gut gefallen. Der Schreibstil ist leicht verständlich, fließend und in der Ich-Perspektive verfasst, was eine besondere Nähe zur Protagonistin schafft. Die Charaktere waren mir sympathisch, und ich fand es schön, wie der christliche Aspekt dezent in die Geschichte eingebunden wurde. Die Figuren leben ihren Glauben authentisch, ohne missionarisch zu wirken. Der Hauptort des Geschehens stand mir sehr gut und lebhaft vor Augen.

    Zur Handlung: Ingrid, die als Lektorin arbeitet, liebt Bücher seit ihrer Kindheit. Doch seit sie ihre beste Freundin Cece ganz plötzlich verloren hat, kann sie selbst nicht mehr lesen. Cece, eigentlich Cäcilia, war eine erfolgreiche Autorin und Ingrids wichtigste Autorin. Als Leserin konnte ich Ingrids tiefe Trauer regelrecht spüren – die beiden waren wie Schwestern. Eines Tages steht dann Joel, Ceces Cousin, überraschend in Ingrids Büro und bittet sie, mit ihm zurück in ihre Heimat zu kommen, um Cece einen letzten Wunsch zu erfüllen. Ingrid ist hin- und hergerissen, doch die Hoffnung, dort das verschollene letzte Manuskript von Cece zu finden, bringt sie schließlich dazu, zuzustimmen. Dieses Manuskript ist nicht nur für Cece von Bedeutung, sondern auch für Ingrids berufliche Zukunft.

    Dieses Buch behandelt die Themen Trauerbewältigung und das Aufarbeiten der Vergangenheit. Es zeigt, wie Menschen, die einem nahe stehen, wichtige Dinge verschweigen können, um uns zu schützen. Gleichzeitig spricht es vom Aufatmen nach der Trauer, von Befreiung und von der Rückkehr zur Liebe.

    Dieses Buch hat bei mir einen tiefen Nachklang hinterlassen, und ich empfehle es gerne weiter. Es hat mir wunderbare Lesestunden geschenkt, und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
  • 5/5 Sterne

    Füreinander und Miteinander

    Gibt es heute noch Mitempfinden, wenn es dem anderen schlecht geht oder er aus ärmlichen Verhältnissen kommt? Wie praktizieren wir die christliche Nächstenliebe? Selbstlos oder suchen wir aus jeder Situation Vorteile für uns herauszuholen? Wo steht das eigene große ICH? Diese Fragen kamen mir immer wieder beim Lesen dieses Buches in den Sinn.

    Wir dürfen drei Freunde begleiten, die unterschiedlicher nicht sein können. Cece, eine lebensfrohe junge Topautorin stirbt überraschend und läßt ihre engen Freunde Ingrid und Joel fassungslos zurück.

    Ingrid, eine begabte Lektorin kann seit dem Tod ihrer Freundin nicht mehr lesen und sich nicht mehr konzentrieren. Ihre Chefin macht ihr das Leben unendlich schwer und fordert den letzten Band von Cece. Doch wo ist das Manuskript?

    Joel, Ceces Cousin und damaliger Freund von Ingrid bittet sie eindringlich nach Hause zu kommen.Denn Cece hatte einen letzten ganz besonderen Wunsch. Das schlimme ist, dass Ingrid keinerlei Vertrauen mehr zu Joel und seiner Familie hat. Gibt sie dem letzten Wunsch der Freundin nach?

    Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das Buch berührt. Es sollte jedes Herz anrühren, denn wir lesen von Menschen, die alles geben, anderen aus und in ihrer Not zu helfen. Bei Anfeindungen bleiben sie mit Gottes Hilfe standhaft.

    Durch ihr stilles Vorbild, das hingebungsvoll ausgelebt wurde, konnte innere Heilung stattfinden. Der christliche Glaube wird vorgelebt und nicht aufgedrängt.

    Themen, wie Alkoholmissbrauch, Trauer, Verlust aber auch viele schöne Erinnerungen werden zu einem tollen Gesamtbild verwoben. Der Schreibstil ist liebevoll und man liest und trifft sich wirklich zwischen den den Zeilen wieder. Die Protagonisten alle authentisch und der Leser wird mitten in jedes Leben mit allen seinen Empfindungen hineingenommen.

    Geduld, Gebet und Gottvertrauen sind Säulen dieses Romans, der sich sehr zu lesen lohnt.
  • 5/5 Sterne

    Absolute Leseempfehlung!!!

    Eine tiefe Dreier-Freundschaft, die schon vor Jahren einen Riss bekommen hat und dann der plötzliche Tod ihrer allerbesten Freundin Cece. Ingrid hat all ihre Kraft und Zeit hineingesteckt, sich ein neues Leben fern ihrer früheren Heimat aufzubauen. Doch als dieses zu zerbrechen droht, ist es ausgerechnet Joels Bitte, die ihr Leben noch retten könnte. Aber ist sie bereit, sich den vergangenen Erlebnissen zu stellen und den Menschen zu begegnen, die sie doch aus ihrem Leben und ihren Gedanken zu verbannen versucht hat?

    Dieser Roman ist keine „leichte Kost“ und ich glaube nicht, dass man nach dem Lesen direkt zum nächsten Buch greifen kann.
    Nicole Deese weiß, wovon sie spricht. In jedem einzelnen Kapitel kann man spüren, wie sehr ihr Herz für die Botschaft brennt, die sie den Lesern vermitteln will. Ihre Geschichte ist einfühlsam und realistisch geschrieben und die Verhaltensweisen der Protagonisten sind sehr gut nachvollziehbar.
    Da ich selbst erst vor wenigen Monaten mit Trauer und Verlust in Berührung kam, sind auch bei mir in manchen Szenen die Tränen geflossen. Doch ich glaube, dass dieses Buch einem helfen kann zu heilen, wahrscheinlich nicht direkt nach dem Verlust, aber nachdem ein bisschen Zeit vergangen ist.

    Um ehrlich zu sein lese ich nicht gerne (und auch nicht oft) die „Anmerkung der Autorin“ am Ende eines Buches, doch in diesem Fall muss ich sagen, dass jeder, der sie nicht liest, viel verpasst! Nicole Deese gibt dort und in dem gesamten Buch viel von sich selbst und ihrem Leben preis und ich konnte danach noch besser verstehen, was sie mit den einzelnen Protagonisten zum Ausdruck bringen wollte. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass aus ihren Worten Verständnis spricht und sie niemanden für sein Verhalten verurteilt, obwohl dieses sicher nicht immer gesund und gut ist. Ich glaube, dass jeder Leser, der Verluste erlitten hat, sich mit mindestens einem dieser Protagonisten identifizieren kann.

    Zum Schluss kann ich es jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen oder zu verschenken. Ich wage mal zu behaupten, dass die meisten von uns bereits Verlust(e) erlitten haben und selbst wenn nicht (was mich sehr für dich freuen würde) macht es uns mit Sicherheit verständnisvoller gegenüber der Art und Weise, wie andere Menschen mit dem Verlust einer geliebten Person umgehen, auch wenn wir dieses Verhalten vielleicht nicht gut heißen.
  • 5/5 Sterne

    Das Buch ist ein Herzwärmer und Motivator für zweite Chancen - Highlightbuch

    So viel Zerbrechlichkeit in einer Geschichte, die Chance auf einen Neubeginn, voller Hoffnung und Zuversicht. Genau so geht es Joel, der beste Jugendfreund von Ingrid und Cece, die so viel miteinander verbunden hat. Doch der plötzliche Tod Ceces bringt viel an die Oberfläche, was besonders Ingrid gern weiter begraben hätte, viel zu tief sind die Schuldgefühle und Ängste.

    Doch als Lektorin mit einer Konzentrationsblockade bleibt ihr nicht viel übrig, als das Angebot Joels anzunehmen, in Ceces Heimatort zu kommen und dort nach dem verschwundenen Manuskript zu suchen, das die Erfolgsreihe zum Abschluss bringt und ihren Job rettet. Doch das, was sie dort erwartet, ist etwas völlig anderes und sie hat nicht damit gerechnet, dass Cece eine ganz eigene Geschichte schreibt, die wie ein Pflaster all die Herzenswunden versorgen soll, die durch Missverständnisse und unausgesprochenes entstanden sind.

    Trotz all des Herzschmerzes in dieser besonderen Geschichte erlebt man gleichzeitig so viel Gefühl, Verbundenheit und die Echtheit von Freundschaft. Nach und nach wird auch der christliche Aspekt mit eingearbeitet und all die seelischen Risse, die besonders Ingrid durch all das Erlebte bewältigen muss, werden durch wundervolle Menschen versorgt. Menschen, die so herzensgut sind, ohne Vorurteile, mit viel Geduld und einem starken Glauben, der auch gelebt wird. So viele Situationen, die mich sehr berührt haben, weil es einerseits authentisch, dennoch ungezwungen und zu Herzen gehend verlaufen ist.

    Was mich richtig begeistert hat, war nicht die Suche nach Schuld oder Vorwürfen, sondern nach dem Guten im Menschen und der nötigen Hilfestellung. Dabei gibt es so wunderschöne Vergleiche und Zitate, die auch zu etlichen Bibelpassagen passen.

    Für mich ein weiteres Buch einer Autorin, die es versteht, aus dem Leben gegriffenes in einer Art zu vermitteln, die nachdenklich stimmt, berührt, unter die Haut geht und gleichzeitig so viel Gefühl, Wärme und Wohlfühlatmosphäre vermittelt. Ich konnte mit jeder Person mitfühlen, habe mit den drei Freunden gelacht, geweint, in Erinnerungen geschwelgt und es genossen, wie wendungsreich alles verlaufen ist.

    Noch ein Highlightbuch der Autorin, die zu meinen Lieblingsautorinnen gehört.
  • 5/5 Sterne

    Berühreender Roman

    „..Und leider ist es kein Geheimnis, dass es schon ein ganze Weile her ist, dass ich meine Unterschrift unter einen Autorenvertrag gesetzt habe. Genauer gesagt: Das war vor neun Monaten und sechsundzwanzig Tagen...“

    Ingrid Erikson ist Lektorin. Doch seit dem unerwarteten Tod ihrer besten Freundin Cece kann sie nicht mehr konzentriert lesen. Cece war ein Erfolgsautorin im Verlag. Ihre Buchreihe wartet auf einen Abschlussband. Hat sie den noch vollendet? Und Wo steckt er?
    Die Autorin hat einen berührenden Roman geschrieben. Es geht um Vertrauen und Versprechen, um Freundschaft und Trauerbewältigung. Der Schriftstil ist gut ausgearbeitet.
    Bisher konnte Ingrid ihre Defizite gekonnt kaschieren, weil ihr Assistent ihr den Rücken frei hält. Ihre neue Chefin SaBrina hat allerdings eine völlig andere Einstellung zum Büchermarkt als die bisherige Geschäftsleitung.

    „...Nicht die tolle Story sorgt für den Verkauf eines Buches, sondern der Bekanntheitsgrad der Person, die es geschrieben hat...“

    Dann erscheint Joel im Verlag. Er ist Ceces Cousin. Vor fünf Jahren hat Ingrid den Kontakt zu ihm abgebrochen. Ursache war der Tod ihres Vaters. Er lädt Ingrid nun nach Port Townsend ein, weil es dort eine Feier für Cece gibt. Ingrid will nicht, aber ihre Chefin macht ihr klar, dass sie ihren Job verliert, wenn sie in Townsend nicht das letzte Manuskript von Cece auftreibt.

    „...Mit neuer Entschlossenheit setze ich mich in den Prius, und als wir angelegt haben und die Rampe frei gegebenwird, fahre ich auf direkten Weg in meine Vergangenheit...“

    In Port Townsend bekommen Ingrid und Joel vom Nachlassverwalter eine Manuskript in die Hand gedrückt. Es ist aber nicht das des Buches. Cece hat ihre gemeinsame Geschichte aufgeschrieben und möchte, dass ihre beiden liebsten Menschen die gemeinsam lesen. Noch ahnt Ingrid nicht, welche Geheimnisse sich darin verbergen. Jetzt folgen im Wechsel Texte aus dem Manuskirpt und aktuelle Geschehnisse.
    Berührende Momente entstehen, als Ingrid Wendy gegenüber steht, der Mutter ihrer Freundin.

    „...Schon als Teenagerin habe ich Wendy für diesen vertrauensvollen Umgangston in ihrer Beziehung mit Gott bewundert. Es war jedes Mal, als ob sie einen Platz für ihn an ihrem Tisch freigehalten hätte und er tatsächlich gekommen war...“

    Ceces Manuskript lässt Ingrid erkennen, wie Cece und ihre Familie ihr Leben geprägt haben. Wird es auch díe Wunden schließen, die noch nicht vernarbt sind?
    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Die Autorin versteht es, spannend zu erzählen und trotzdem tief zu berühren.
  • 5/5 Sterne

    schmerzlich schön

    Auf der Suche nach Ceces Geschichte muss Ingrid ihre eigene Geschichte ganz neu durchleben, durchdenken und verarbeiten. Nicole Deese hat spannend und sanft die Geschichte einer Freundschaft mit seinen Höhen und Tiefen erzählt.

    Auf zwei Zeitebenen, als Geschichte in der Geschichte, kann man Cece, Ingrid und Joel kennenlernen, begleiten, mit ihnen fühlen, trauern, hoffen und heilen.

    Toll fand ich als Buchliebhaberin, dass es hier um eine Autorin, ein Buch-Manuskript und eine Lektorin geht. Es war spannend, auch wenn es nicht im Vordergrund steht, sondern den Rahmen stellt. Es gibt hier also keine großen Einblicke in das Verlagswesen, falls man das erwartet. Hier geht es nicht um Bücher, auch wenn ein Buch eine Rolle spielt, sondern um traurige, verletzte Herzen die sich der Vergangenheit stellen müssen.

    Der Roman ist wundervoll geschrieben, schmerzlich schön, warm und einnehmend. Die Charaktere sind vielschichtig beschrieben, und im Laufe des Buches meint man alle persönlich zu kennen. Ihr Schmerz ist fast greifbar und geht zu Herzen.

    Nicole Deese spricht in "Wir treffen uns zwischen den Zeilen wieder" von einer tiefen Freundschaft, die Zeiten überdauert, von verpassten und unerfüllten Lebensträumen, sowie über Trauer und der Sehnsucht nach Erfüllung, Trost, Liebe und Wärme.

    Es geht um Vergebung und den Mut, Neuanfänge zu wagen, das Alte abzuschließen, aufzuarbeiten und nach vorne zu schauen.

    Ich bin restlos begeistert, dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen und mir wunderschöne Lesestunden beschert.
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